3 Tage und zwei Nächte mit M.

Nachdem die Summer School vorbei war, ging es für uns nach Itaewon und den Herrn M. nahmen wir direkt mit, was aber eher daran lag, das er vergessen hatte sich ein Hotel für zwei Tage zu buchen.

Itaewon ist das bekannte Ausländer Viertel in Seoul und ich muss sagen, dass es an manchen Stellen stark nach Kreuzberg von vor 5 Jahren erinnert. Wie soll ich mich da wie ein Ausländer fühlen, wenn ich gar nicht wirklich auffalle?? 😛

Eine Sache die mich nämlich auch sehr an Korea interessiert, ist, dass es das Land mit der höchsten homogenen Dichte ist, das man problemlos bereisen kann. Quasi gibt es so wenig Ausländer in Süd-Korea, wie sonst nur in Länder, die man nicht bereisen kann. Wie zum Beispiel Nord Korea. Was an vielen, nicht nur geschichtlichen Gründen liegt.

Korea-Seoul-Itaewon-Seoul_Central_Mosque-01

Wie dem auch sei, es gibt in der Republik Korea die wenigsten Ausländer. Aber außer das ich oft lange angesehen oder auch angestarrt und das ein oder andere mal angelächelt werde, passiert hier jedoch nichts. Ich dachte es wäre ein anderes Gefühl irgendwo als Ausländer zu sein, aber ich arbeite hier auch nicht sondern bin nur Tourist, vielleicht ist es in der Arbeitswelt anders.
Trotzdem höre ich oft das koreanische Wort für ‚Ausländer‘, aber nicht im Zusammenhang mit schlechten Wörtern oder bösen Blicken. Oft geht es dabei um meine Tattoos, Piercings oder ähnliches. Aber ich bemühte mich auch sehr, mich an die höfflichen Etiketten zu halten und die paar Sätze die ich sprechen kann in der höfflichsten Koreanischen Form zu sprechen. Dann sind alle begeistert und nett und versuchen mir dann auf Englisch zu helfen.

Ich dachte auch das ältere Menschen abweisender zu mir wären, auch aufgrund meiner Tattoos etc., tatsächlich ist es aber so, dass die älteren Mitmenschen viel freundlicher zu mir sind und sich auch unterhalten wollen. Dies aber aufgrund meiner schlechten koreanisch Kenntnisse nicht ganz möglich ist. Manche älteren Damen klopften mir sogar auf die Schulter und sagen das koreanische Wort für ’sehr hübsch‘ zu mir, lächelten und gingen dann weiter. Witzig ist auch, dass jüngere Frauen oft nicht freundlich zu mir waren, dafür aber Männer umso mehr.
Woran das wohl liegen kann?? Ich habe wirklich keine Ahnung haha 😉

Wenn man sich also nett und freundlich verhält und die Regeln befolgt, hat man anscheinend kaum Probleme in Korea. Oder hatte ich einfach nur Glück?

Zurück zum Thema, wir verbrachten also zwei Tage mit M. und das war recht lustig.  Viel erlebten wir allerdings nicht, da wir erstmal den Schlaf den wir in der Summer School nicht hatten, nachholen mussten und wir dann nur noch zwei Tage zusammen hatten. Den der Herr musste zu seinem Dorm. Er hatte nämlich das Glück, ein Jahr in Seoul bleiben und die Uni besuchen zu können, worauf ich auch noch hoffe oder besser gesagt dran arbeite.

Wir besuchten einen HipHop Club, der von fast keinen Ausländern besucht wurde und tranken koreanisches Bier. Abends oder besser gesagt Nachts war Itaewon voll mit Koreanern. Ausländer, selbst die, die dort wohnen, hat man so gut wie gar nicht gesehen. Das ist wirklich lustig, wenn man bedenkt das man um ‚Ausländer zu treffen‘ ins Ausländer-Viertel fährt und dort nur andere Koreaner trifft.

Sowas haben wir in Berlin nicht. Berlin ist überall ein bunter Mix aus allem, was die Weltbevölkerung so zu bieten hat und das ist es auch, was Berlin wahrscheinlich so interessant macht.

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